40 Jahre Frühjahrs- und Herbstbasar der Nachbarschaftshilfe Garching e.V.


Pressemitteilung vom 14.10.2014


Vom 06. bis 08. Oktober fand im Garchinger Bürgersaal der allseits bekannte und daher wieder einmal gut besuchte Herbstbasar der Nachbarschaftshilfe Garching e.V. statt. Das Besondere in diesem Jahr: die Frühjahrs- und Herbstbasare der Nachbarschaftshilfe Garching e.V. feiern ihr 40-jähriges Jubiläum! Anlass für ein kurzes Resümee. 07. Oktober 2014: um Punkt 9.00 Uhr morgens öffnen sich die Tore zum Garchinger Bürgersaal und der „Run“ auf die heiß begehrte Ware beginnt. Keine zwei Minuten später ist der Raum bis in die letzte Ecke mit Menschen gefüllt. Die routinierten unter ihnen sind mit riesigen Plastiktaschen ausgestattet und steuern zielgerichtet und fachmännisch von Tisch zu Tisch. Andere bummeln durch die Gänge und schwelgen in dem breiten Angebot an kunterbunten Dingen. Kaum jemand verlässt den Saal ohne etwas zu kaufen. Zwar liegen die Besucherzahlen unter denen vom Vorjahr – nicht ganz 400 waren es diesmal - ein Erfolg ist der Herbstbasar der Nachbarschaftshilfe Garching aber auch dieses Jahr: 60 Prozent aller abgegebenen Artikel konnten veräußert werden. Ein Topwert für die Nachbarschaftshilfe - so erfreulich wie die gesamte Entwicklung der Frühjahrs- und Herbstbasare in Garching. Zumal die Idee dazu quasi aus der Not heraus entstand.

Die Nachbarschaftshilfe Garching e.V. wurde 1969 als Initiative von unten, als Selbsthilfe-Organisation von allen Bürgern für alle Bürger gegründet. Schon damals bestand unter den Garchingern ein ausgeprägtes Bewusstsein darüber, dass die Stadt und ihre Bewohner ein umfassendes soziales Netzwerk benötigen - überkonfessionell, unbürokratisch und überparteilich. Unter dem Leitgedanken „Ich kann helfen – ich brauche Hilfe“ stellte sich eine anfangs verhältnismäßig kleine Gruppe Engagierter die Aufgabe, soziale Notstände zu bewältigen. So bot die Nachbarschaftshilfe in ihren Anfängen vor allem Flüchtlings- und Ausländerbetreuung, soziale Beratung, Vermittlung von Babysittern, Schwangerschaftsgymnastik und einen Kinderpark an. Ziel war es, hilfesuchende Bürger auf die eine oder andere Art und Weise zu unterstützen bzw. zu entlasten. Im Laufe der Jahre wurde das Tätigkeitsfeld der Nachbarschaftshilfe ständig erweitert und den Bedürfnissen der Garchinger angepasst. Seit 1974 gehören auch die Kleiderbasare zum Angebotsspektrum der Nachbarschaftshilfe. Anfangs waren diese vor allem bei den vielen Garchinger Flüchtlings- und Ausländerfamilien beliebt: finanziell nicht so gut gestellt, hatten sie von nun an die Möglichkeit günstig Kinderkleidung, Schuhe und Sportartikel einzukaufen.

Der Verkauf der Ware fand in den ersten Jahren im Garchinger Römerhof statt. Die Räume dort waren unbeheizt und für den schnell wachsenden Käuferkreis zudem bald zu klein. Aufgrund dessen zog der Basar 1977 in die Räumlichkeiten des katholischen Pfarrsaales und erweiterte sein Angebot: gefragt waren fortan auch Kinderspielzeug und Spielgerätschaften aller Art, Autositze und Kinderwägen. Der Erfolg der Veranstaltung riss nicht ab. Im Frühjahrsbasar 1977 fanden von den 560 zum Verkauf angebotenen Waren rund 300 einen neuen Besitzer. Für die Organisatoren eine äußerst zufriedenstellende Quote.

Weit weniger erfreulich: die Raumnot nahm mit den steigenden Besucherzahlen immer weiter zu. Während der Verkaufszeiten herrschten dadurch zum Teil chaotische Zustände. Leidtragende waren neben den Kaufinteressierten vor allem die Organisatoren und Helfer, die mit Leibeskräften versuchten, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. 1987 erfolgte endlich die Erlösung. In diesem Jahr konnte der Frühjahrsbasar erstmalig im großen Saal des Bürgerhauses durchgeführt werden und den hunderten Besuchern wie auch den vielen freiwilligen Helfern deutlich mehr Platz bieten.

Bis heute finden sich zweimal jährlich Garchinger wie auch etliche Besucher aus dem Umland in den Räumlichkeiten des Bürgerhauses ein, um durch das vielfältige Angebot zu stöbern und die eine oder andere schöne Sache mit nach Hause zu nehmen. Auch die angebotene Kinderbetreuung vor Ort wird immer wieder gerne angenommen. So können Mütter ohne ihren Nachwuchs und damit ganz in Ruhe das umfangreiche Sortiment begutachten. Dieser „Luxus“ wie auch die gesamte Abwicklung der Frühjahrs- und Herbstbasare können nur dank des unermüdlichen Einsatzes aller Helfer bewerkstelligt werden. Nicht zuletzt ist der immer wiederkehrende Erfolg der Veranstaltung einer durchdachten und routinierten Organisation von Seiten der Verantwortlichen zuzuschreiben: Brigitte Bauer und Heike Ascherl sind seit vielen Jahren als Helferinnen und aktuell als „Basar-Chefinnen“ mit vollem Einsatz dabei. Frau Bauer berichtet nicht ganz ohne Stolz: „Wir haben sogar Kundschaft, die extra für unseren Basar aus Rosenheim anreist!“ Und dann zufrieden und reichlich bepackt wieder nach Hause fährt... Dank dieses Zuspruches werden die Frühjahrs- und Herbstbasare der Nachbarschaftshilfe Garching e.V. auch künftig mit einem tollen Angebot aufwarten können. Der nächste Basar findet vom 16. bis 18. März 2015 (Annahme, Verkauf, Warenrückgabe an drei aufeinanderfolgenden Tagen) statt - und wird sicherlich auch wieder reichlich Besucher anlocken.

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